Schon lange vor dem eigentlichen Einstieg beginnt das besondere Erlebnis. Denn SpaceBuzz One ist nicht einfach ein Raum – vor unserer Schule steht eine riesige Rakete auf einem LKW-Anhänger, die sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht. Allein ihre Größe und das realistische Design lassen erahnen, dass hier etwas Außergewöhnliches wartet. Beim simulierten Start stößt die Rakete aus ihren Triebwerken „Rauch“ aus und leuchtet dabei rot – ein Moment, der den Countdown ins All perfekt einleitet.

Beim Einsteigen setzt sich dieser Eindruck fort: Vor uns liegen die VR-Sitzplätze der SpaceBuzz-One-Rakete, modern und futuristisch. Nach einer kurzen (Video-) Einführung durch die ESA‑Reserveastronautin Nicola Winter werden den Mitreisenden von der realen Crew die VR-Brillen aufgesetzt und die Realität schaltet unvermittelt um: Plötzlich befindet man sich in der virtuellen Rakete. Wenige Augenblicke später fährt man ins Cockpit ein und findet sich als Crewmitglied gemeinsam mit Alexander Gerst und Matthias Maurer wieder. Der Countdown startet – und die Reise beginnt.

Alles ist sehr detailverliebt gestaltet und beeindruckend realistisch. Kaum hat der Start begonnen, vergisst man, dass man sich eigentlich noch auf der Erde befindet. Die Sitze rappeln und neigen sich nach hinten, bis die Schwerelosigkeit erreicht ist. Plötzlich ist es ganz still und ein Buch schwebt langsam durch das Cockpit – ein kleines Detail, das die Illusion perfekt macht.

Der anschließende Flug über die Erde ist emotional und nachdenklich zugleich. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt er die Einflüsse des Menschen auf unseren Planeten: Städte, Umweltveränderungen und fragile Landschaften werden sichtbar. Gleichzeitig wird klar, wie verletzlich die Erde ist. Besonders eindrucksvoll sind die leuchtenden Polarlichter, die die Schönheit unseres Planeten unterstreichen. Danach geht die Reise mit einer Umrundung des Mondes weiter – ein Moment, der Staunen und Ehrfurcht auslöst.

Ein Höhepunkt des Fluges ist der sogenannte Erdaufgang: Die Erde erscheint als leuchtende Kugel im dunklen All. In diesem Augenblick begreifen wir sie als ein einzigartiges Raumschiff, auf dem die ganze Menschheit gemeinsam durchs All reist. Unser einziger Lebensraum. Dieser Gedanke bleibt lange im Kopf.

Auch die Landung fühlt sich erstaunlich real an. Die Rakete ruckelt spürbar, und beim Eintritt in die Atmosphäre glüht die Luft um sie herum rot. Man kann sich gut vorstellen, wie intensiv dieser Moment für echte Astronautinnen und Astronauten sein muss.

Nach dieser eindrucksvollen Reise lohnt sich ein Blick auf die Technik hinter dem Erlebnis: Die SpaceBuzz-One-Rakete verfügt über neun hochmoderne VR-Sitzplätze, die das gemeinsame Erleben ermöglichen.

Betrieben und finanziert wird das Projekt vom DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Ziel ist es, junge Menschen für Raumfahrt, Wissenschaft und vor allem für den Schutz unseres Planeten zu begeistern. An unserer Schule richtete sich SpaceBuzz One gezielt an die 6. Klassen, die das Projekt im Physikunterricht intensiv vor- und nachbereitet haben bzw. noch nachbereiten werden. Das dafür entwickelte Begleitmaterial wurde vom DLR gestaltet und zur Verfügung gestellt. So wurden die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt auf ihre Mission vorbereitet: Sie lernten unser Sonnensystem kennen, verfassten ein eigenes Bewerbungsschreiben und absolvierten schließlich eine Astronautenprüfung, bevor sie selbst an Bord gehen durften.

Am 27.05. wird der Spacebuzz One nochmals bei uns landen und die restlichen Sechstklässler (u.a. aus Niederkrüchten) mit auf die Reise nehmen.

Wir sind sehr dankbar, dass SpaceBuzz One bei uns an der Schule zu Gast war. Dieses außergewöhnliche Projekt hat uns nicht nur einen faszinierenden Blick ins All ermöglicht, sondern auch unsere Sicht auf die Erde nachhaltig verändert.

Ein besonderer Dank gilt auch der anwesenden Crew, die diesen Tag mit großem Engagement, Fachwissen und spürbarer Begeisterung gestaltet hat und in den Nachbesprechungen den Eindrücken und Emotionen der Schülerinnen und Schüler Raum gab.

Fotos und Text: Frau Dekaat