Filmprojekt des Mint‑Physikkurses Jahrgang 7 in Kooperation mit Stratoflights
In der vergangenen Projektwoche nahm der Siebener Mint‑Kurs Physik an einem spannenden Filmprojekt in Zusammenarbeit mit der Firma Stratoflights teil. An vier intensiven Tagen erhielten die Schülerinnen und Schüler einen praxisnahen Einblick in die Welt von Fotografie und Film – von den physikalischen Grundlagen bis hin zur eigenen Filmproduktion.
Tag 1: Physik trifft Bildgestaltung
Am ersten Projekttag stand die Physik der Bildentstehung im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Fragen wie:
Wie entsteht ein Bild? Wie funktioniert der Kamera‑Zoom? und Wie nimmt das menschliche Auge Bilder wahr?
Darauf aufbauend wurden Grundlagen zum Einsatz von Shutter, Blende, Brennweite, Einstellungsgrößen, Perspektiven, sowie gestalterische Mittel der Bildkomposition behandelt. Besonders kreativ setzten sich die Lernenden mit der Drittelregel, bildführenden Linien und Symmetrie auseinander und lernten, wie man ein Foto oder eine Szene wirkungsvoll arrangiert.
Tag 2: Vom Foto zum Film
Am zweiten Tag erfolgte der Übergang von der Fotografie zum Video. Gemeinsam wurde erarbeitet, worin sich ein einzelnes Bild von einem Film unterscheidet und was beim Filmen besonders zu beachten ist. Anhand von Beispielvideos lernten die Schülerinnen und Schüler den Aufbau von Sequenzen kennen. Anschließend probierten sie verschiedene Kameraeinstellungen aus – vom Close‑up bis zur Totalen – und entwickelten erste Ideen für ihr eigenes Filmprojekt.
Tag 3: Drehtag
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der praktischen Umsetzung. Vom Storyboard bis zu den eigentlichen Dreharbeiten setzten die Gruppen ihre Filmideen um. Dabei konnten sie das zuvor Gelernte anwenden und als Filmteam zusammenarbeiten. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, wie oft Szenen wiederholt werden müssen und wie viel Aufwand getätigt werrden muss um eine kurze Sequenz oder eine besondere Kameraeinstellung zu drehen.
Tag 4: Schnitt und Präsentation

Am letzten Projekttag lernten die Schülerinnen und Schüler grundlegende Schnitttechniken kennen. Sie fügten Ton, Musik und Spezialeffekte hinzu und stellten ihre Filme fertig. Zum Abschluss wurden die beeindruckenden Ergebnisse präsentiert.
Alle Beteiligten waren sehr glücklich und zufrieden mit dem Projekt. Besonders am dritten und vierten Tag zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler regelrecht über sich hinausgewachsen sind. Mit großem Engagement und spürbarer Selbstwirksamkeit arbeiteten sie konzentriert an ihren Filmen – so sehr, dass viele sogar freiwillig in den Pausen weiterarbeiteten und erst im Nachhinein bemerkten, wie intensiv sie durchgearbeitet hatten.
In der gemeinsamen Abschlussrunde wurde dies von den Schülerinnen und Schülern selbst bestätigt. Sie betonten, wie sehr ihnen die Möglichkeit gefallen habe, kreativ zu arbeiten und gleichzeitig zu lernen, wie technische und gestalterische Mittel gezielt eingesetzt werden können. Besonders geschätzt wurde das freie Arbeiten, bei dem Pausen selbst eingeteilt werden konnten – wodurch viele gar nicht bemerkten, dass sie am Ende weniger Pausen gemacht hatten, weil sie so vertieft in ihre Arbeit waren.
Die Zufriedenheit mit den Ergebnissen war sehr groß – allerdings hatten die Schülerinnen und Schüler zuletzt einen so geschulten Blick, dass sie am noch den ganzen Tag weiter an ihren Filmen hätten arbeiten können. Insgesamt war das Filmprojekt ein sehr gelungenes Beispiel für fächerübergreifendes Lernen: Es verband physikalische Grundlagen mit Kreativität und künstlerischem Gestalten, schulte die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung und führte schließlich alle Elemente im digitalen Arbeiten zusammen – vom Schnitt über Ton, Bild und Effekte bis hin zu Übergängen. Besonders beeindruckend war dabei, wie all dies mit einfachen Mitteln umgesetzt werden konnte.
Ein besonderer Dank gilt Eveline Schönfeld und Daniel Ernst von der Firma Stratoflights, die die Schülerinnen und Schüler mit ihrem professionellen Fachwissen hervorragend geschult und während des gesamten Projekts engagiert begleitet haben. Durch ihre zahlreichen Anregungen, Tipps und ihre Unterstützung trugen sie wesentlich zum Erfolg des Projekts bei. Ebenso bedanken wir uns herzlich beim zdi Netzwerk Kreis Viersen, ohne dessen Unterstützung dieses Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.